Abgasanlagenüberprüfung von der Mündung - Warum?

Diese Frage wird uns bei der Arbeitsausführung immer wieder gestellt.

Warum möchten Sie zur Überprüfung unserer Abgasanlage mit dem Kehrgerät aufs Dach? Bei Gasheizungen gibt es doch keinen Ruß, dass gefegt werden muss.

Diese Fotos zeigen einige Gründe.

  • Spinnweben in Verbindung mit Laub o.ä. verhindern das freie Abströmen der Abgase, sie können in "Aufenthaltsbereiche" zurückdrücken. Die Überprüfung nach KÜGO, schließt eine Reinigung der Abgasanlage bei Verunreinigungen die die Funktionsfähigkeit beinträchtigten können ohnehin mit ein. Bei der Überprüfung mit der Haspel von unten, würde man Mängel in den Bereichen über dem Dach, die permanent der Witterung und thermischen Belastungen durch Abgase ausgesetzt sind, nicht erkennen können. 
  • Zum Beispiel beschädigt die UV Strahlung des Sonneneinlichts die Mündungsbereiche von Abgasleitungen aus PPS, sie werden porös und zersetzen sich - bei einer Überprüfung von unten würden diese Mängel unerkannt bleiben. 
  • nur von der Schornsteinmündung sichtbar - Rissbildung im keramischen Innenrohr eines dreischaligen Schornsteins im Bereich des Schornsteinkopfes (untere Reihe)

Weiterhin sind viele Schornsteine gezogen und verlaufen nicht lotrecht. Eine visuelle Überprüfung von der Reinigungsöffnung an der Schornsteinsohle würde diese Mängel nicht aufdecken.

Gebührenrechtlich besteht ebenfalls kein Unterschied bei einer aussagekräftigeren Überprüfung vom Dach. Warum möchten Sie als kritischer Kunde einen unabhängigen sachkundigen Prüfer, Ihren Schornsteinfeger, im Rahmen der Überprüfung für Ihre Sicherheit also nicht auf´s Dach lassen? 


Sollte Luft nicht wie ein Lebensmittel betrachtet werden?

Filter von Lüfter in innenliegenden Bädern und WC´s sollten gelegentlich gereinigt oder bei Bedarf ausgetauscht werden. In Wohnungseinheiten mit derartigen innenliegenden Räumen, tragen saubere Filter entschieden zur Lufthygiene und zum Wohlbefinden der Nutzer bei. Luft als Lebensmittel wird von einigen unserer Kunden nicht als solches verstanden. Dem Angebot eines Filtertausches im Rahmen der im Land Brandenburg vorgeschriebenen Überprüfung an diesen Anlagen, wurde auch von größeren Wohnungsverwaltungen schon vor dem Kostenangebot eine Absage erteilt. Abnehmende Luftvolumenströme durch zunehmende Verunreinigungen der Gesamtanlagen (z.B. durch fehlende Filter) und verringerte Lüfterleistung (z.B. durch Lagerschäden an den Lüftern) sind das Ergebnis bei vielen Messungen. Steigender Schimmelpilzgefahr wird nicht im Anfangsstadium entgegengewirkt.

 


Unsichere Ölheizung entdeckt

Sind Sie in Ihren vier Wänden sicher? Wie sieht es im Keller Ihres Nachbarn aus? Alleine aus dem Auftreten in der Öffentlichkeit kann man auf die vorhandene Anlagentechnik nicht schließen. Abwrackprämie genutzt - neuer Wagen vor der Tür. Der war ja schon 8. Und die Heizung? Den Blick in die dunklen Ecken aller Heizungskeller hat nur der hoheitlich tätige Schornsteinfeger. Auf dem Foto: Ölzentralheizung im Keller einer Doppelhaushälfte. Brenner nicht dicht am Kessel angebracht (Verfärbungen am Kessel sichtbar) und Tankanlage ausgebaut. Die Brennstoffversorgung erfolgt über Kanister die im Aufstellraum stehen.

 

Wir sorgen für Brandschutz, Umweltschutz, Energieeinsparung und beraten neutral.

 


Gasheizung vor dem Ertrinken gerettet

In meinem Zuständigkeitsbereich kündige ich bei allen Eigentümern den voraussichtlichen Termin der nächsten Überprüfung ihrer Heizung 6 bis 8 Wochen vorher an. Der Sinn der Ankündigung liegt darin, dass vorher eine Wartung der Anlagen durchgeführt werden kann. An der Gasheizung deren Luft-Abgassystem auf dem Foto abgebildet ist, wurde vor unserer angekündigten Abgaswegprüfung auch eine Wartung durchgeführt. Um so erstaunlicher das Ergebnis meiner Überprüfung. Fremdkörper im Bereich der Revisionsöffnung und mit der Minikamera von der Revisionsöffnung sichtbar, der Himmel. Der Weg auf das Dach deckte den Mangel auf. Die Regenhaube am LAS war nicht mehr vorhanden. Da es sich nicht um eine Brennwertanlage handelt, kann Feuchtigkeit (eintretender Regen) auch nicht über die Feuerstätte abgeführt werden. Die in sich geschlossene Heizung würde bei Schlagregeneintritt regelrecht "absaufen". Mit einem Mängelschein konnte eine weitere Gefährdung durch diese Gasfeuerungsanlage verhindert werden.

 


Keine Rohbauabnahme - Rückbau während Einzug

Großflächig angrenzende Bauteile aus brennbaren Baustoffen, müssen nach der Brandenburger Feuerungsverordnung -BbgFeuV-, zu Schornsteinaußenflächen einen Abstand von mind. 5 cm besitzen. (Im Regelfall auch aus der Kennzeichnung am Schornstein G50 C50 ersichtlich) Weiterhin müssen Rauchrohre wenn sie durch Bauteile aus oder mit brennbaren Baustoffen führen, allseitig 20 cm Mindestabstand zu diesen Baustoffen aufweisen. Bei nebenstehendem Foto ist zu erkennen: Der Schornstein steht hinter der Wand des bereits renovierten Aufstellraumes vom zukünftigen Kamin. Der Zwischenraum zwischen Wand und Schornstein wurde mit brennbaren Platten ausgefüllt. Beide oben geforderten Abstände sind nicht eingehalten worden. Eine Rohbauabnahme hat die Bauleitung und der Bauherr vergessen zu beantragen! Weil der Möbelwagen bereits vor der Tür stand, brachte ein Rückbau und Austausch der brennbaren Baustoffe im gesamten Gebäude zum Zeitpunkt der Schlussabnahme großen Ärger. Nach dem Verschluss der Wandöffnung wäre der Mangel verdeckt gewesen. Ein Öffnen der Wand auf Verdacht, auf Grund der Unterstellung eines verdeckten Mangels wegen nicht beantragter baubegleitender Überprüfung (Rohbauabnahme), hätte jeder der Beteiligten als überzogen angesehen.

 


Undichtes Luft-Abgas-System

Auf diesem Foto ist die Revisionsöffnung im senkrechten Teil eines Zuluft-Abgassystem von einer raumluftunabhängigen Gastherme zu sehen. Eine Dichtung im abgasführenden Teil ist schadhaft und nach unten ins Abgassystem gerutscht. Die Abgasrezirkulation hat in der Verbrennungsluftzufuhr (Ringspalt) bereits zu starken Korrosionserscheinungen beigetragen. Gut sichtbar über dem rot gekennzeichneten Bereich. Die Gefährlichkeit des Mangels besteht u.a. darin, weil Abstände zu brennbaren Bauteilen von den Außenflächen des LAS nicht gefordert sind. Bei normaler mängelfreier Betriebsweise der Niedertemperaturheizung besteht auch keine Brandgefahr, da die Oberflächentemperaturen an unmittelbar angrenzenden Bauteilen die Grenztemperatur von 85 °C nicht überschreiten können. Das Ergebnis der Ringspaltmessung war hier ebenfalls negativ ausgefallen.    


Überprüfungsintervalle ausreichend? wenn Wartung nicht notwendig

Diese Fotos wurden an einer raumluftunabhängigen Gastherme gemacht. Der Betreiber hält eine Wartung für überflüssig. Da wir nur alle 2 Jahre an dem Gerät eine Überprüfung durchführen, ist der entstandene Schaden jetzt um so größer. Korrosionserscheinungen im gesamten Gerät und Lochfraß am Lüftergehäuse. Ob eine Reparatur durchgeführt oder gleich der Austausch vorgenommen wird, war bei der Erstellung der Aufnahmen noch nicht geklärt. Mir stellt sich die Frage: "Ist es beim Anblick dieser Bilder sinnvoll, die Überprüfungsintervalle noch weiter hochzusetzen?"


Toter Vogel auf dem Wärmetauscher

Verschmutzungen werden bei der Abgaswegüberprüfung von Gasfeuerstätten öfter festgestellt. Einen toten Vogel auf dem Wärmetauscher einer raumluftabhängigen Gastherme (Aufstellraum Küche), hatten wir bisher aber noch nicht angetroffen.  


Verschmutzter Wärmetauscher

Das Bild zeigt einen Wärmetauscher (Lamellenblock) wärend des Betriebes einer Gasfeuerstätte. Die Ablagerungen (Verschmutzungen) glühen beim Betrieb der Feuerstätte auf den Wärmetauscherflächen. Der Wärmeübergang auf die Wärmetauscherflächen und den Wärmeträger (Heizungswasser) ist eingeschränkt und der Wirkungsgrad der Feuerstätte herabgesetzt.


Wespennester im Kaminschornstein

Der Kunde (linkes Bild) war der Meinung: "Diesmal brauchen Sie nicht fegen, wir haben nicht geheizt." Die Aufnahme wurde im Herbst 2006 gemacht. Beim ersten Anheizen des angeschlossenen Kamins mit Eintritt kühlerer Tage, hätte Rauchgas und Kohlenmonoxid in den Aufstellraum der Feuerstätte gelangen können. Die Folgen wären wahrscheinlich sehr schwerwiegend gewesen.

Das rechte Bild wurde am 30.06.2009 aufgenommen. Der Besitzer des an diesen Schornstein angeschlossenen Kaminofens (Zusatzfeuerstätte) brachte uns die selben Argumente entgegen.

 


Flüssiggaslager im Keller

Entsprechend BbgFeuV § 12 (2) darf Flüssiggas in Wohnungen und in Räumen außerhalb von Wohnungen gelagert werden jeweils in einem Behälter mit einem Füllgewicht von nicht mehr als 16 kg, wenn die Fußböden allseitig oberhalb der Geländeoberfläche liegen und außer Abläufen mit Flüssigkeitsverschluss keine Öffnungen haben.

Die Lagerung der Flüssiggasbehälter auf dem Foto erfolgte im Keller. Ebenfalls in diesem Keller befand sich der Heizkessel für feste Brennstoffe mit provisorischer Abdichtung der Feuerraumtür. Der schadhafte Reinigungsverschluss des Rauchgasschornsteins vom Feststoffkessel, wurde in Eigenleistung mit nichtbrennbarer Aluminiumfolie vom Betreiber abgedichtet.


Immer häufiger tote Vögel in Schornsteinen und Verbindungsstücken

Tote Vögel werden immer öfter in Abgasanlagen und Verbindungsstücken angetroffen. In vielen Bundesländern sind aus diesem Grund Dohlengitter an den Schornsteinmündungen keine Seltenheit mehr. Die obere Reihe zeigt einige Vögel an der Schornsteinsohle. In der zweiten Reihe links, die Rückstände aus dem Abgasrohr (rechtes Bild) eines Gasgebläsekessels mit 190 kW. In der unteren Reihe links, ein toter Vogel unmittelbar vor dem Anschluss eines Kohleraumheizers. In der selben Reihe rechts, das Abgasrohr eines atmosphärischen Gaskessels. Abgasaustritt an der Strömungssicherung war hier die Folge. 


Schadhafter Brenner einer Gasheizung

Sie sehen Risse in den Brennerlanzen die im Rahmen unserer  Abgaswegprüfung festgestellt wurden. Der CO-Wert lag zur Überprüfung weit über dem zulässigen Grenzwert von 1000 ppm. Die Aufnahme entstand bei der erforderlichen Wiederholungsprüfung der Anlage, nach dem Austausch der schadhaften Teile, im ausgebauten Zustand.


Verschmutzter Brenner

Bei der Übergabe des Mängelscheins an den Betreiber einer atmosphärischen Gastherme wurde mir versichert: " Vor 2 Wochen war die Wartung da".

vorgefundene Mängel:

  1. Brenner verschmutzt (siehe Fotos`s)
  2. Wärmetauscher verschmutzt
  3. Verschluss der Revisionsöffnung vom Abgasrohr abgefallen
  4. kein Wasser auf der Anlage

Angeblich hat der Kunde über 400 Euro für die Wartung bezahlt. Wurde überhaupt eine Wartung veranlasst? 


Tote Ratte auf dem Schornstein

Hier handelt es sich um keinen Mangel. Wenn wir von toten Vögeln an der Schornsteinsohle berichten, werden wir oft von Kunden ungläubig belächelt. Aus diesem Grund habe ich das Foto einer anderen Gattung von Tier im Bereich der Schornsteinabdeckung für wichtig gehalten. Auch so etwas kommt heute vor.


Schadhaftes Rauchrohr

Beim Austausch des Verbindungsstücks einer Ölheizung, wurde der im Wandbereich liegende Teil nicht mit ausgewechselt. Der freie Querschnitt des Rauchrohres ist erheblich engeschränkt. Durch den im Wandbereich (Schornsteinwange) liegenden zerfressenen Teil, kann Kondensat ungehindert in die Schornsteinwange gelangen und zu Feuchteschäden sowie Versottungserscheinungen beitragen.


Verschmutzte Sicherheitseinrichtung

In Aufenthaltsräumen von Menschen (Gastherme auf dem Foto hängt in einem Bad) müssen Gasfeuerstätten mit atmosphärischem Brenner und Strömungssicherung eine Abgasüberwachung besitzen. Eine Abgasüberwachungseinrichtung schaltet die Feuerstätte aus Sicherheitsgründen bei längerem Abgasaustritt (z.B. Rückstrom durch Auftriebsstörungen im Schornstein im Sommer) ab. Ob die Sicherheitseinrichtung auf dem Foto noch ihren Dienst verrichtet hätte, ist hier fraglich. Der Wartungszustand der gesamten Feuerstätte sah ähnlich aus. Ein Mängelschein musste ausgestellt werden.


Lüftungsöffnung zu - dafür Abluftventilator eingebaut

Auf dem Foto ist ein Ausschnitt eines Heizraumes für zwei atmosphärische Gasheizkessel mit jeweils 92 kW zu sehen. Die erforderlichen Lüftungsöffnungen befinden sich in der Außenwand (sicheres Betriebsverhalten von Gasfeuerstätten mit Strömungssicherung im Anfahrzustand) und waren seit Inbetriebnahme der Anlage vorhanden. Da sich der Aufstellraum immer stark aufheizte, wollte man Abhilfe schaffen. Dazu baute der Fachbetrieb im Rahmen der Heizungswartung einfach eine motorische Ablufteinrichtung (sehe Foto) in eine der erforderlichen Lüftungsöffnungen ein. Der Lüfter wird über einen Temperaturfühler gesteuert. Beim Heizbetrieb der Kesselanlage, ist der Lüfter auf Grund der warmen Raumluft angesprungen und hat diese abgeführt. Das die Abgase der raumluftabhängigen Kessel in den Aufstellraum gesaugt werden können, hat der Ausführende nicht in Betracht gezogen.

Nach BbgFeuV § 4 (2) ist eine solche Anlagenausführung unzulässig und musste unverzüglich zurückgebaut werden. 


Abgase können ins Kinderzimmer gelangen

Der Abstand der Abgasmündung auf dem Foto zum benachbarten Fenster entspricht nicht dem § 9 (Abführung von Abgasen) der BbgFeuV. Die Anforderung, dass Mündungen von Abgasanlagen die Öffnungen zu Räumen (auch Fenster) um mindestens 1 m überragen müssen, soweit deren Abstand zu den Abgasanlagen weniger als 1,5 m beträgt, wurde hier vom Planer und vom ausführenden Fachbetrieb einfach ignoriert.


Nur vom Dach aus sichtbar! "Steckverbindung Edelstahlrohr auseinander gerutscht"

Sie sehen eine mit einem Edelstahlrohr sanierte Abgasanlage, an die im Keller eine Gasheizung angeschlossen ist. Bei der Überprüfung des Schornsteins vom Dach, wurde im Mündungsbereich das auseinander gerutschte Edelstahlrohr festgestellt. Anfallendes Kondensat kann jetzt leicht in den Zwischenraum zwischen Edelstahlrohr und Schornsteinmauerwerk gelangen und dort für Feuchteschäden im gesamten Gebäude sorgen. Rechtzeitig erkannt, hält sich der Schaden in Grenzen.   


Verschlossene Lüftungsöffnungen

Feuerstätten benötigen eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung. Bei Aufstellräumen von geringer Größe, wird die Verbennungsluft den Feuerstätten oft über Lüftungsöffnungen aus dem Freien zugeführt. Das Argument von einigen Betreibern: " Die Öffnungen sorgen für eine Auskühlung des Aufstellraumes der Feuerstätte und wir verschließen sie nur im Winter", ist nicht verständlich. Gerade in der kalten Jahreszeit läuft die Heizung teilweise rund um die Uhr. Für die Verbrennungsluftversorgung erforderliche Lüftungsöffnungen dürfen nicht verschlossen werden!

In der unteren Reihe zu sehen, die selbe Lüftungsöffnung, einmal im Außenbereich und einmal im Aufstellraum der Heizung aufgenommen.


Abgasanlage falsch installiert

Die Abgasanlage der angetroffenen gebläseunterstützten Kesseltherme wurde einfach durch die Außenwand geführt. Das dabei Abgase durch das geöffnete Fenster oder die Tür in den Wohnbereich gelangen können, hatte der Betreiber vorher nicht erkannt. Die Installation hat schließlich ein Fachbetrieb vorgenommen.

Abstandsregelungen zu Fenster oder Türen konnten im dargestellten Anwendungsfall unberücksichtigt bleiben, da die Leistungsgröße der Feuerstätte ohnehin so gewählt war, dass die Abgase über Dach abgeführt werden müssen.

 

 


Verbrennungsrückstände einer Ölheizung?

Die Überprüfung der Abgasanlage einer Ölheizung von der Schornsteinmündung hat ergeben, dass der obere Bereich des Edelstahlrohres einschließlich Dehnfuge verschwunden war. Weiterhin wurde der freie Querschnitt im Mündungbereich durch die "Sättigungsbeilage" eines großen schwarzen Vogels stark eingeengt.

An der Schornsteinsohle konnten wir nicht nur Ruß entnehmen.


Brandgefahr bei der Wanddurchführung

Das Foto zeigt die Durchführung eines Rauchrohres durch eine Wand mit brennbaren Baustoffen. Der schwerwiegende feuergefährliche Mangel konnte noch rechtzeitig vor dem Verschließen der Wanddurchführung im Rahmen einer baubegleitenden Überprüfung festgestellt werden. Wenn Rauchrohre durch Bauteile aus brennbaren Baustoffen führen, muß ein Mindestabstand zu den brennbaren Baustoffen von 20 cm (hier das Wärmedämmverbundsystem im hinteren Bereich gut sichtbar) eingehalten werden. Hier wurde der Abstand wesentlich geringer hergestellt. Nach Fertigstellung wäre dieser Mangel unentdeckt geblieben. Die Freude an dem neuen Kaminofen hätte sicherlich nicht lange angehalten.

 


Lüftungsanlage ohne Leistung

Auf dem Foto sehen Sie eine bestehende Lüftungsanlage aus den 70-iger Jahren. Auf Grund der jahrelangen mangelhaften Leistung wurde eine Kamerainspektion in Auftrag gegeben. Das Überprüfungsergebnis: Die Leitung ist sauber, aber eine Platte aus brennbaren Baustoffen und elektrische Leitungen sind im Bereich der Deckendurchführung durch den Schacht (vorgeschriebene Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten) bis in die Lüftungsleitung aus Wickelpfalzrohr eingebracht. Im Brandfall hätten die Mieter das Nachsehen gehabt.  


Schornsteinkopfverkleidungen nicht fachgerecht

Die Abdeckung der Schornsteinkopfverkleidung (Foto obere Reihe links) ist bei starkem Wind weggeflogen. Danach wurde erst sichtbar, dass die großflächig angrenzenden Bauteile aus brennbaren Baustoffen für die Unterkonstruktion der Schieferverkleidung, nicht den erforderlichen Mindestabstand von 5 cm zur Schornsteinaußenfläche besitzen. An der betreffenden Schornsteingruppe sind eine Gasheizung und auch ein Heizkessel für feste Brennstoffe angeschlossen.

Der vorgeschriebene Mindestabstand wird sehr häufig nicht eingehalten! Ich höre von den ausführenden Firmen immer wieder: "Das hat noch nie jemand bemängelt, wir haben schon immer so gebaut und nie hat jemand etwas gesagt."

An die Schornsteine der restlichen Abbildungen sollen Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen werden. Der Abstand der brennbaren Unterkonstruktionen für die Schornsteinkopfverkleidungen ist bei allen Schornsteinen zu gering. Unverständlich für mich ist der mir durch die Bauherrn teilweise entgegengebrachte Zorn, wenn ich zu ihrer Sicherheit die Abstellung dieses Mangels fordere. Selbst dem Argument der an den Schornsteinen vorhandenen Kennzeichnung (C50 oder G50 steht für das Abstandsmaß von 50 mm) wird meistens nicht geglaubt.


Unzulässige Decken- und Dachdurchführungen

Die Abstände der abgebildeten doppelwandigen Edelstahlschornsteine durch eine Decke und ein Dach aus brennbaren Baustoffen, müßten mit einem Mindestabstand von 20 cm zum Holz hergestellt sein. Die Forderung besteht, weil die Durchführungen durch die brennbaren Bauteile nicht hinterlüftet sind. Da die Schornsteine einmal G50 und einmal G75 (50 und 75 mm Abstand zu brennbaren Baustoffen) geprüft sind, wäre der Abstand selbst bei einer Hinterlüftung zu gering. An den beiden gezeigten Schornsteinen sollte ein offener Kamin und ein Kaminofen angeschlossen werden.

 

 

 


Brennerplatte undicht - Abgasaustritt

Im Rahmen der Abgaswegprüfung am gezeigten Gaskessel wurden Korrosionerscheinungen im Bereich der Brennerplatte festgestellt. Während der Überprüfung des angegriffenen Bereiches mit einer Tauplatte, ist diese sofort durch austretendes Abgas beschlagen. Gut sichtbar im abgegrenzten Bildbereich rechts neben dem Pfeil.

14 Tage vor unserer Überprüfung wurde nach einer Störungsbeseitigung gleichzeitig die jährliche Wartung durchgeführt. Der Arbeitsnachweis lag noch auf dem Kessel.

Beim Aufstellraum der Gasheizung handelt es sich um einen Kellerraum, der als Aufenthaltsraum genutzt wird. 


Undichte konzentrische Abgasanlagen

Schadhafte Dichtungen (von agressivem Kondensat zerfressen) an Revisionsöffnungen bei Luft-Abgassystemen führen dazu, dass Abgas mit der Verbrennungsluft angesaugt werden kann. Durch Rezirkulation und das nochmalige Verbrennen von Abgas wird auch häufig der zulässige Kohlenmonoxidwert überschritten. Eine weitere Gefahr besteht durch die erhöhten Oberflächentemperaturen an den äußeren Oberflächen des LAS. Brandschutzabstände sind hier im Regelfall nicht gefordert. 6 Wochen vor unserer Arbeitsausführung bekommt der Eigentümer von solchen Feuerungsanlagen eine Benachrichtigung mit Hinweis auf die anstehende Überprüfung.


Reviöffnung unbrauchbar

Die abgasführenden Leitung von dem abgebildeten Luft-Abgassystem wurde so versetzt, dass die erforderliche und eingebaute Revisionsöffnung unzugänglich ist. Sie läßt sich in diesem Fall für eine Überprüfung nicht öffnen, denn sie liegt nicht hinter der äußeren frei zugänglichen Revisionsöffnung.


Fehlender mechanischer Schutz von Abgasanlagen

Abgasleitungen innerhalb von Gebäuden müssen gegen mechanische Beanspruchung geschützt werden. Dafür sind sie in Schutzrohren oder vergleichbaren Schutzvorkehrungen aus nichtbrennbaren Baustoffen zu führen. (Anforderung der Feuerungsverordnung)

In den Dachgeschossen von vielen Häusern wird diese Anforderung zur Schlussabnahme nicht eingehalten. Die bauausführenden Firmen argumentieren immer wieder, Sie sind der einzige der das fordert. Was soll denn da passieren? In Häusern ohne Keller ist das Dachgeschoß meistens der einzige Stauraum und alle möglichen Gegenstände von der Skiausrüstung über den Weihnachtsbaum oder auch nur Kartoons werden dort gelagert und können gegen das System geschoben werden und es beschädigen. 

 


Planungsfehler einer gewerblichen Dunstabzugsanlage

Im Rahmen der Errichtung einer Dunstabzugsanlage in einer gewerblichen Küche im Kellergeschoß, wurden u.a. folgende Planungsfehler umgesetzt:

  1. Die Verwendung flexibler Rohre für Abluftleitungen von Dunstabzugsanlagen, ist unzulässig. 
  2. Damit Brandgase nicht in andere Brandabschnitte gelangen können, muss die Austrittsöffnung der Abluftleitung im Fassadenbereich von Fenstern mind. 2,5 Meter entfernt sein

Unsachgemäß errichteter Kaminschornstein

Beim Aufbau des abgebildeten dreischaligen Systemschornsteins mit keramischer Innenschale kam es zu Problemen mit der Dachkonstruktion. Um die Durchführung in diesem Bereich zu ermöglichen, wurde einfach der Mantelstein weggeschnitten. Weiterhin ist die geplante Einführung der Feuerstätte ohne Mineralfaserfrontplatte hergestellt worden. Die erforderliche Längstbeweglichkeit im Anschlußbereich ist nicht gegeben. Es würde zwangsläufig zur Rissbildung bei der thermischen Ausdehnung während des Betriebes vom Kamin kommen. Im Rahmen der Rohbauabnahme waren die Mängel noch sichtbar. Häufig wir jedoch eine baubegleitende Überprüfung (Rohbauabnahme) nicht beantragt oder vergessen. Nach Fertigstellung und Verkleidung des Schornsteins wären diese Mängel verdeckt und nicht mehr sichtbar gewesen.


Brandschutzabstände nicht eingehalten

Bei der Errichtung des Kaminofens (Foto oben links) wurde auf den Schornstein im Gebäude verzichtet. Das Rauchrohr der Feuerstätte führt direkt durch die Decke ins Dachgeschoß. Im Deckenbereich wurden die Brandschutzabstände nicht eingehalten. Das doppelwandige Edelstahlrohr im Dachgeschoß stellt die Weiterführung des Rauchrohres dar und wird nach einem 90° Bogen in den Schornstein eingeführt. Eine Reinigungsmöglichkeit des gesamten Verbindungsstücks bzw. die Möglichkeit der Demontage für die Reinigung ist nicht gegeben. Eine Führung von Rauchrohren durch weitere Geschosse ist ebenfalls unzulässig. Im Dachgeschoß müsste die gesamte Konstruktion, weil sie sich außerhalb des Aufstellraumes befindet, mit einer F 90 Konstruktion verkleidet sein. Der Schornstein, (rechts im Bild) steht auf einem brennbaren Untergrund. Über Dach wurde der doppelwandige Edelstahlschornstein mit einer Holzkonstruktion für die Aufnahme der Verschieferung verkleidet. Auch hier wurden die Brandschutzabstände nicht eingehalten.


Schornsteinversottung durch Kaminofen

Nach kurzer Betriebszeit eines neuen Kaminofens an einem vorhandenen Hausschornstein ist bereits eine Schornsteinversottung aufgetreten. Der Kunde trat an mich heran, als die im rechten Bild sichtbaren Flecken im Deckenbereich des I.OG zu erkennen waren. Die Errichtung der Feuerstätte erfolgte ohne Zustimmung. Es kam zur Abgaskondensation der Rauchgase vor dem Verlassen des Schornsteins. Der hochwertige Klinker des erneuerten Schornsteinkopfes nimmt keine Feuchtigkeit auf, diese läuft im Schornstein weiter nach unten. Im Übergangsbereich kommt es aus diesem Grund zu verstärkten Feuchtigkeitanfall. Im Rahmen des Zustimmungsverfahrens hätte beim Funktionsnachweis für die Feuerungsanlage, durch eine Schornsteinquerschnittsberechnung nach EN 13384-1, die Problematik bereits vorher erkannt werden können und die Bausubstanz wäre nicht geschädigt worden.

Die Schädigung der Bausubstanz war nicht mehr reparabel und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen deutlich teurer. In Anbetracht des billigen Baumarktofens ein sehr hoher Aufwand.


Wasserleitung in der Schornsteinwange

Die gezeigten Aufnahmen entstanden nach einem Eigentümerwechsel vor dem Ausbau des Hauses. Hier ist in der Schornsteinwange im Bereich des I.Obergeschosses eine Wasserleitung verlegt worden. Auf Kundenwunsch wurde vor der Errichtung eines Kaminofens im Erdgeschoß eine Kamerainspektion durchgeführt. Diese ließ den von außen nicht sichtbaren Mangel rechtzeitig erkennen. Eine Veränderung vor dem Feuerstättenanschluß konnte vorgenommen werden.


Hoher Abgasverlust durch verschmutzte Heizgaszüge

Eine Wartung des gezeigten Gaskessels hat schon lange nicht mehr stattgefunden. Die Heizgaszüge des Kessels (Wärmetauscher) weisen starke Verunreinigungen auf. Der Mehrverbrauch durch diese Tatsache interessierte den Betrieber nicht. Erst durch das Foto war er von der erforderlichen Wartung zu überzeugen.

 


Brandgefahr durch verschmutzte Dunstabzugsanlage

Bei den Überprüfungen von gewerblichen Dunstabzugsanlagen finden wir immer wieder verschmutzte Leitungen vor. Von den Betreibern werden aus Kostengründen meisterns nur die Fettfangrinnen der Dunsthauben und die Filter gereinigt. Die Haube selber und die Leitungen die auch im Gebäude geführt sein können, werden aus Bequemlichkeit und Kostengründen vielfach nicht gereinigt.

Die Aufnahme ist ein Bildausschnitt aus einer Videodokumentation und erfolgte 3,25 Meter hinter der Dunsthaube innerhalb der Lüftungsleitung.


Brandgefahr verhindert

Im Rahmen der Schlussabnahme des doppelwandigen Edelstahlschornsteins auf dem Foto, wurde noch einmal die Dachdurchführung geöffnet. Die angrenzenden brennbaren Baustoffe sind nicht luftumspült und es wäre ein Abstand zu den brennbaren Bauteilen von 20 cm erforderlich. Gut zu erkennen ist ebenfalls im linken Bereich der Öffnung ein Konstruktionsholz. Bei Inbetriebnahme des bereits angeschlossenen Kaminofens wäre der Schadensbrand vorprogrammiert.


Funkenfänger falsch montiert

"Bitte kommen Sie zur Abnahme unser Schornstein ist fertig und der Funkenschutz auch schon montiert." Jedoch passt dieser Funkenfänger nicht zur Abgasanlage. Eine solche unsachgemäße  Montage verhindert das freie Abströmen der Rauchgase des Kaminofens. Rechtzeitig festgestellt konnte eine Rauchvergiftung oder ein CO-Unfall verhindert werden.


Undichtes Zuluft-Abgassystem

Die Abgaswegüberprüfung an der gezeigten raumluftunabhängigen Gasfeuerstätte, ließ starke Ablagerungen im Luft-Abgasystem erkennen. Bei der  Ringspaltmessung (in der Verbrennungsluftzufuhr) wurde auch sehr schnell die Undichtigkeit des Systems aufgedeckt. Im Normalfall werden die Außentemperaturen am LAS von 85 °C Grenztemperatur nicht überschritten. Abstände zu brennbaren Bauteilen sind nicht gefordert. Die Folgen bei einer Rezirkulation wären dramatisch gewesen. (Das Foto wurde nach der Demontage aufgenommen)


Undichtes Abgasrohr

Sie sehen auf dem Foto das Abgasrohr einer Gasfeuerstätte.  Zur Abgaswegüberprüfung strömte das Abgas in den Aufstellraum aus. Zum Glück ein nur von außen zugänglicher Kellerraum.


Fremdkörper in der Abgasanlage

Bereits bei der Schlussabnahme wurde dieser tote Vogel im liegenden Teil einer konzentrischen Abgasanlage im inneren abgasführenden Rohr gefunden.

Bei wiederkehrenden Überprüfungen von Abgasanlagen trifft man auch andere Fremdkörper bereits bei  Anlagenquerschnitten ab 60 mm an. Hier z.B. eine Nuß.


Schadhaftes Rauchrohr

Das abgebildete schadhafte Rauchrohr, gehört zu einer Zusatzfeuerstätte (Heizkessel für feste Brennstoffe) und wurde nicht fachgemäss ausgebessert. Es stellt beim Betrieb des Kessels weiterhin eine akute Brandgefahr dar.


Schornsteinkopfreparatur umgangen

Durch das selbstständige Abtragen des schadhaften Schornsteinkopfes wollte der Kunde die kostenaufwendigere Schornsteinkopfreparatur umgehen. Niederschlagwasser kann nun ohne weiteres in den Zwischeraum zwischen Edelstahlsanierung und Schornsteinwange gelangen. Die in den Zwischenraum eingebrachte Tüte sollte den Niederschlagseintritt verhindern. Das die baurechtlichen Anforderungen an eine Abgasanlage nicht mehr erfüllt sind, braucht man beim betrachten des Fotos eigentlich nicht mehr erwähnen.